Wein aus Deutschland

Weinanbauland Deutschland

Deutschland zählt zu den nördlichsten Weinanbaugebieten der Welt. Teile unseres Landes liegen nördlich des 50.Breitengrades und der wird eigentlich als Grenze für Weinkulturen angesehen. Trotzdem wird in Deutschland seit über 2.000 Jahren Wein angebaut und heute auf über 100.000 Hektar, obwohl wir in punkto Sonnenstunden mit anderen Weinländern wie Spanien, Italien und Frankreich nicht mithalten können.

Wir profitieren dafür vom Golfstromklima im Westen und dem relativ trockenem Kontinentalklima im Osten gleichermaßen. Die Vegetationszeiten sind hier lang, große Hitzeperioden dagegen sehr selten, der Herbst lang und mild. Deshalb wachsen hier in verschiedenen Regionen in günstigen Lagen edle Trauben aus denen elegante und anspruchsvolle Weine gekeltert werden. Unsere Weißweine sind sogar oft spritziger und leichter als die Weine der Südländer, die Rotweine haben teilweise ein ganz besonders ausgewogenes Verhältnis von Säure und Frucht.

Die Weinregionen Deutschlands

Unser Land hat dreizehn Regionen, in denen der Weinanbau in großem Stil betrieben wird. Dabei handelt es sich um das Weinbaugebiet Ahr, um die Regionen Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen, Saale-Unstrut, Sachsen und Württemberg.

Repräsentatives Rheinhessen

Das weitaus größte deutsche Weinanbaugebiet ist Rheinhessen. Es liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz, westlich des Rheins. Hier gibt es über 6.500 Winzer und immerhin ein Fünftel des Gebietes ist mit Rebstöcken bepflanzt. Im Weingebiet Rheinhessen wird vor allem weißer Wein angebaut. Nur 30% der Anbaufläche ist mit roten Weinsorten bestockt. Wie wichtig die Expertise eines Winzers für die Qualität der Weine ist, betont auch der Winzerbetrieb Reichsgraf von Ingelheim. Der Familienbetrieb mit langjähriger Weintradition ist eine Institution in Rheinhessen und ein Garant für hohe Weinbaukunst.

Great Wine Capitals

Rheinhessen mit der „Weinhauptstadt“ Mainz wurde im Mai 2008 sogar in das Netzwerk „Great Wine Capitals“ aufgenommen. Hier wird pro Land nur eine charakteristische Weinregion aufgenommen, die das jeweilige Land repräsentiert. Für Deutschland sind also Rheinhessen und Mainz vertreten. International sind bekannte Weingebiete- und städte wie z.B. Bilboa & Rioja, Bordeaux & Bordeaux oder San Francisco & Nappa Valley Vertreter des Verbundes „Great Wine Capitals“.

Außergewöhnlicher Weinanbau

An zweiter Stelle hinter Rheinhessen liegt nicht weit dahinter das Weinanbaugebiet Pfalz und an dritter Stelle das Weinanbaugebiet Baden. Das kleinste und nördlichste der deutschen Weinanbaugebiete ist Sachsen.
Ein außergewöhnlicher Ort für den Anbau von Wein ist Hamburg. Hier stehen in direkter Elblage an den berühmten Hamburger Landungsbrücken am Stintfang immerhin ca. 100 Rebstöcke der Sorten weißer Phoenix und roter Regent. Seit 1995 wird in Stuttgart der Wein des kleinen Hamburger Weinbergs verarbeitet und anschließend der Hamburger Bürgerschaft übergeben. Jährlich werden ca. 40-50 Flaschen hergestellt. Kaufen kann man den Wein aus Hamburg allerdings nicht, er ist hohen Besuchern der Stadt vorbehalten. Es gab allerdings auch bereits zwei Jahre, in denen die Rebstöcke noch vor der Ernte geplündert wurden.
Weißwein und Rotwein aus Deutschland

Die häufigsten Rebsorten in Deutschland

In Deutschland sind rund 140 Rebsorten für den Weinanbau offiziell zugelassen und von diesen haben nur ein Dutzend Sorten größere wirtschaftliche Bedeutung. Traditionell wird in Deutschland mehr Weißwein als Rotwein gekeltert und bei den Sorten steht der Riesling an erster Stelle vor Müller Thurgau, Silvaner, Weißburgunder und Kerner.

Aber es gibt auch immer mehr sehr gute deutsche Rotweine. Die bekanntesten Rotweinrebsorten hierzulande sind Spätburgunder, Blauer Portugieser, Dornfelder und Trollinger. Auch Roseweine werden in einigen deutschen Weinbauregionen gekeltert und sind sehr beliebt. Das gilt besonders für den Weißherbst.

Was nicht so bekannt sein dürfte, Deutschland ist weltweit der größte Markt für Schaumweine und deshalb bringen neben einer Handvoll größerer Sektkellereien auch viele kleine Winzer Schaumwein auf den nationalen und internationalen Markt. Im Jahr 2016 haben die Deutschen immerhin ca. 5 Flaschen bzw. 3,7 Liter Schaumwein pro Kopf getrunken. Nach den Deutschen stehen die Franzosen und Italiener im Schaumwein-Ranking.

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