Checkliste Todesfall

Die 11 wichtigsten Schritte für die Hinterbliebenen

Egal, ob er plötzlich und unerwartet oder nach langer Krankheit eintritt: Der Todesfall einer geliebten Person ist für die Nahestehenden im Allgemeinen ein großer Schock. Doch gerade in den ersten Stunden und Tagen nach dem Tod gibt es vieles zu organisieren. Um nichts zu vergessen, hilft Ihnen dieser Artikel, die Übersicht zu behalten.

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Den Abschied des Verstorbenen organisieren

  • 1. Ist der Verstorbene zuhause gestorben, ist der erste Schritt, einen Arzt zu verständigen. Bei einem plötzlichen Tod ist der Rettungsdienst der richtige Ansprechpartner; war der Verstorbene vorher erkrankt und der Tod abzusehen, bietet es sich an, den behandelnden Arzt anzurufen. Der Besuch des Arztes ist notwendig, um den Tod offiziell festzustellen und den Totenschein auszustellen.

  • 2. Gibt es Verwandte und enge Freunde, die vom Tod schnellstmöglich erfahren sollten? Dann sollten die nächsten Anrufe ihnen gelten.

  • 3. Hat der Verstorbene Wünsche bezüglich seiner Bestattung geäußert oder ein Testament verfasst? Um seinen Wünschen gerecht zu werden, bietet es sich an, so schnell wie möglich, in den persönlichen Akten nachzusehen, ob dort entsprechende Schriftstücke hinterlegt sind, die die Nachlassabwicklung erleichtern. Mitunter werden diese Verfügungen beim Hausarzt, Anwalt oder Notar aufbewahrt, sodass es sich lohnt, dort nachzufragen.

  • 4. Der Anruf beim Bestatter steht ebenfalls am ersten Tag auf dem Plan. Er holt den Verstorbenen ab, bahrt ihn in der Leichenhalle oder im eigenen Zuhause auf und organisiert die Trauerfeier.

  • 5. Je nachdem, ob zur Trauerfeier ein freier Trauerredner oder kirchlicher Beistand gewünscht ist, vermittelt der Bestatter entsprechende Kontakte. Der Redner wird sich im persönlichem Gespräch mit den Hinterbliebenen einen Eindruck vom Verstorbenen verschaffen, um eine liebevolle Rede vorzubereiten.

  • 6. Der Gang zu Ämtern und Versicherungen bleibt nicht aus. Das Standesamt stellt die Sterbeurkunde aus, Lebens– und Unfallversicherungen sind zu benachrichtigen, um eventuelle Auszahlungen zu beantragen. Bleibt eine Ehefrau zurück, ist es ebenso wichtig, die Rentenversicherung zu informieren, um gegebenenfalls Witwenrente zu beantragen.

  • 7. Steht der Termin für die Bestattung fest, kann der Bestatter helfen, eine ansprechende Todesanzeige bei der örtlichen Tageszeitung zu schalten.

  • 8. Viele Floristen und Gärtnereien bieten an, Kirche, Trauerhalle und das Grab mit Blumen, Kränzen und Trauerschleifen zu schmücken. Wenn Sie keinen Floristen kennen, der diese Aufgaben übernimmt, ist auch hier der Bestatter eine wertvolle Quelle.

  • 9. Vor allem für Gäste der Beerdigung, die von weit her anreisen, aber auch um gemeinsam einen guten Abschluss zu finden, ist der sogenannte Leichenschmaus zu organisieren. Rufen Sie frühzeitig in einem Café in der Nähe des Friedhofes an, um eine geschlossene Gesellschaft nach der Trauerfeier anzumelden.

  • 10. Einige Tage nach der Trauerfeier sind Danksagungskarten zu schreiben. Bei einer großen Anteilnahme und entsprechend vielen Mitleidskarten bietet es sich unter Umständen an, eine Danksagungsanzeige in der örtlichen Zeitung aufzugeben.

  • 11. Ist der erste Schock verklungen und kehrt wieder Ruhe ein, kümmern Sie sich um Kündigungen von Mitgliedschaften, Abos und weiteren Versicherungen.

    Bildquelle: Pixabay

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