5 Fakten zur E-Zigarette

Die E-Zigarette hat sich in den letzten Jahren zum beliebten Lifestyle-Objekt entwickelt, gilt aber als umstritten. Ein eindeutiges Ja oder Nein zur E-Zigarette gibt es nicht, doch immerhin einige Fakten, die jeder kennen sollte, der sich für das Dampfen interessiert.

1. Dampfen ist etwas anderes als Rauchen

Einer der wohl wichtigsten Fakten zur E-Zigarette ist der Unterschied zum Rauchen, denn der Begriff E-Zigarette ist eigentlich falsch. Die bekannten Begriffe Zigarette und Zigarre leiten sich aus der mittelamerikanischen Maya-Sprache ab, in der „sicar“ rauchen bedeutet. Mit den spanischen Entdeckern kam die Sitte, getrockneten Tabak zu rauchen, einst nach Europa. Damals war natürlich unbekannt, dass beim Verbrennen von Tabak zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden.  Die moderne Tabakindustrie tat ein Übriges, die Suchtwirkung zu verstärken. E-Zigaretten haben jedoch nichts mit der Verbrennung von Tabak zu tun. Stattdessen werden Liquids erhitzt, wodurch Dampf entsteht. Dieser wird inhaliert und ausgeatmet.

2. Liquids enthalten keine schädlichen Zusatzstoffe

Der Verkauf von offiziellen Liquids in Europa wird von der EU im Rahmen der Richtlinie für Tabakerzeugnisse streng reglementiert (obwohl es sich gar nicht um ein Tabakerzeugnis handelt!). Wer Liquids in legalen Geschäften oder legalen Onlineshops kauft, erhält also streng geprüfte Ware ohne schädliche Zusatzstoffe. Lediglich Nikotin ist aufgrund seiner unterstützenden Funktion beim Rauchstopp zugelassen. Es gibt jedoch zahllose nikotinfreie Liquids.

3. Dampfen ist kein Trend unter Jugendlichen

Kritiker bemängeln, dass die E-Zigarette als Teil eines jugendlichen Lifestyles behandelt wird und viele Jugendliche über das Dampfen zum Rauchen kommen. Dies wurde jedoch durch Studien und Umfragen widerlegt. In der Altersgruppe bis 25 Jahre haben lediglich 6,27 % schon einmal zur E-Zigarette gegriffen. Am höchsten ist die Zahl der Dampfer unter den 36–45-Jährigen und den 46–55-Jährigen. In diesen Altersgruppen hat schon mehr als jeder Vierte die E-Zigarette ausprobiert.

4. Die E-Zigarette hilft beim Rauchstopp

Ein weiterer wichtiger Fakt: Die meisten Dampfer waren zuvor keine Nichtraucher. Im Gegenteil, die Mehrheit nutzt die E-Zigarette als Mittel, um sich von der Sucht nach Zigaretten zu befreien. Studien belegen, dass diese Methode erfolgreicher ist als mit klassischen Nikotinersatzprodukten wie Nikotinpflastern und -kaugummis. Dies liegt auch daran, dass das Dampfen ein vergleichbares Ritual darstellt. Eine Reihe von Liquids mit immer weiter sinkendem Nikotingehalt ermöglicht außerdem einen sanften Entzug.

5. Viele Pressemeldungen über E-Zigaretten waren Enten

Immer wieder sprang die Presse auf Mythen rund um die E-Zigarette an. So wurde sie für die Lungenkrankheiten Bronchiolitis obliterans, im Volksmund Popcorn-Lunge genannt, sowie EVALI verantwortlich gemacht, und sogar für daraus folgende Todesfälle. Allerdings traten die Fälle, über die berichtet wurde auf dem unregulierten US-amerikanischen Markt auf und betrafen dort nur illegal auf dem Schwarzmarkt erworbene Liquids. Damit entsprachen derartige (Falsch-)Meldungen dem Vergleich zwischen in sibirischen Hinterhöfen selbst gebrautem Wodka und dem Wodka aus dem deutschen Supermarkt.

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